Burger vom Foodtruck BurgerKultour aus Hamburg

Mit dem Foodtruck BurgerKultour hat Christian seinen Traum umgesetzt, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Foto: © BurgerKultour

Portrait von Markus Wolf

Autor Markus Wolf

Vom Le­bens­mit­tel­che­mi­ker zum Designer. Guter Ge­schmack ist ihm angeboren. „Slow food on fast wheels“ ist das Credo des Food­truck-Experten und In­no­va­ti­ons­ma­na­ger, mit dem er die Branche beschreibt.

„Nimm mich“ – Wenn ein Ham-Burger nachts im Traum erscheint

Veröffentlicht am 21. Januar 2016 von Markus Wolf

Eines Nachts, so erzählt Christian Utke vom Foodtruck BurgerKultour aus Hamburg, tanzte ein super leckerer Burger im Traum vor seinem inneren Auge. Er sprach zu ihm: „Nimm mich und mach was draus“. Mehr Eingebung kann man wirklich nicht haben und so machte er etwas ganz Besonderes daraus.

Logo BurgerKultour

Logo: © BurgerKultour

In dem Traum-Burger Foodtruck aus der Elbstadt gibt es beispielsweise „Heins Heftig-Deftig-Burger“. Der Name ist sicherlich noch eine der Nachwirkungen des damaligen Traumes :-). Seit Mai 2015 werden aus einem Mercedes Sprinter heraus hausgemachte Spezialitäten aus regionalen Zutaten verkauft. Zum Einspielen des Teams wurde zuerst ein weniger belebter Standort für das Mittagsgeschäft gewählt. Das hat sich gelohnt und in unserem Interview erzählt Christian noch vieles mehr, was ihn dazu bewogen hat, seinen Traum vom Burger umzusetzen.

BurgerKultour: Für den Zeitraum liegen keine Tourdaten vor.

Portrait von Markus Wolf

Autor Markus Wolf

Vom Le­bens­mit­tel­che­mi­ker zum Designer. Guter Ge­schmack ist ihm angeboren. „Slow food on fast wheels“ ist das Credo des Food­truck-Experten und In­no­va­ti­ons­ma­na­ger, mit dem er die Branche beschreibt.

Kannst du bitte kurz erzählen was du in deinem Foodtruck anbietest?

In unseren zwei liebevoll umgebauten Mercedes Sprintern erwartet Freunde des guten Geschmacks Premium Soul Food mit frischen Zutaten aus der Region. Die Angebotspalette reicht von handgemachten Burger-Spezialitäten wie „Heins Heftig-Deftig-Burger“ bis Kultour-Salat und Süßkartoffel-Pommes. Insgesamt bieten wir sowohl Fleischeslustigen als auch Vegetariern eine vielfältige und frische Speisenauswahl.

Wie bist du auf die Idee zu einem Foodtruck gekommen?

Die Idee zum eigenen Food Truck kam mir nachts in einer Art Erscheinung. Ein unfassbar leckerer Burger tanzte vor meinem inneren Auge und sagte: „Nimm mich und mach was draus“. Nein, im Ernst: Ein gut befreundeter Investor und ich hatten bereits seit geraumer Zeit die aufstrebende Foodtruck- Szene im Norden aufmerksam beobachtet – und bei einigen Trucks auch gern mal einen Happen zu uns genommen. Dann haben wir uns überlegt, was uns gefiel – und was man optimieren könnte. Herausgekommen ist die BurgerKultour-Idee. Mit Hilfe großartiger Marketing-Könner und der einen oder anderen Nachtschicht haben wir dann das Konzept, die Finanzierung und das Erscheinungsbild in Rekordzeit auf die Beine gestellt. Im Mai 2015 rollte unser erster Truck über Hamburgs Straßen, der zweite folgte wenig später. Generell leben wir von vielen Standbeinen: Mittagsgeschäft, Event- und Festivalteilnahmen sowie Catering-Aufträgen von Unternehmen und Privatleuten.

Burger

Der Burger sieht aber mal sehr sehr lecker aus. Foto: © BurgerKultour

Bietest Du ein spezielles Produkt an, oder eher eine größere Palette an Gerichten?

Wie der Name schon sagt, liegt unser Fokus auf Burger-Spezialitäten. Und die gibt es bei uns in vielen Varianten, sowohl mit Rindfleisch aus der Region als auch in einer Vegetarier-Version. Begleitet werden unsere Burger von hausgemachten Saucen, aromatischen Süßkartoffelpommes, frischen Salaten, unverzichtbaren Würstchen-Klassikern im Brötchen, süßen Gaumenkitzlern und facettenreichen Durstlöschern. Auch bei der Getränkeauswahl vertrauen wir auf Erfrischungen der Region: Viva Con Agua und fritz-kola in umweltfreundlichen Pfandflaschen.

Worauf bist Du besonders stolz?

Ganz klar, auf Qualität, Frische und Geschmack unseres kulinarischen Angebots! Bei der Zubereitung unserer Speisen steht unser Slogan „Burger & mehr – frisch aus der Region“ im Mittelpunkt. Das für unsere Burger verwendete Rindfleisch stammt zu 100 % aus Freilandhaltung im Norden der Republik, täglich frisch zubereitet vom Schlachter unseres Vertrauens. Auch bei den weiteren Zutaten setzen wir auf handgemachte Frische: Brötchen vom freundlichen Bäcker, Eier von glücklichen Freilandhühnern, Salat und Gemüse regionaler Herkunft, Käse von original norddeutschen Kühen und hausgemachte Saucen nach eigenen Rezepturen. Bei allen anderen angebotenen Speisen setzen wir ebenfalls auf Frische aus dem hohen Norden, sofern dies anbautechnisch machbar ist. Final zusammengeführt werden alle Speisen direkt vor Ort im Foodtruck: vom Grillen der Pattys und Würstchen bis zum Belegen der Burger, Frittieren der frischen Pommes Frites oder Anmachen der Salate.

Ach ja, unser Auftritt – vom Logo bis zum Fahrzeugdesign – ist auch etwas, worauf wir stolz sind. Wir sind überzeugt, dass sich hochwertiges Soul Food und ein attraktives Erscheinungsbild optimal ergänzen.

Burgerkultour - Foodtruck aus Hamburg

Fährst Du mittags oder abends eine Tour?

Portrait Christian Utke

Christian Utke – Gründer und Inhaber von BurgerKultour aus Hamburg. Foto: © BurgerKultour

Wir fahren natürlich auch mittags Touren, allerdings nicht mehr täglich wie zu Beginn unserer Tätigkeit. Der Wettbewerb um die wirtschaftlich sinnvollen Standorte ist gerade in Hamburg nicht ganz so einfach. Für uns macht es in der Regel mehr Sinn, öffentliche Events, Festivals oder Street Food Markets anzusteuern. Hier wissen wir, dass die Soul-Food-Anhänger u.a. wegen uns kommen.

Wie häufig seid Ihr auf Foodtruck- oder Street-Food-Events?

Auf Street Food Events sind wir mehrmals wöchentlich, denn das ist für uns in Hamburg und Umgebung wirtschaftlicher als das reine Mittagsgeschäft. Dementsprechend haben wir auch die Reanimation des sonntäglichen Foodtruck Market Hamburg in die Hände genommen. Hier geben sich im Sommer wie im Winter zahlreiche Foodtrucks ein Stelldichein – mit einer unvergleichlich internationalen Ausrichtung. Spaß macht natürlich beides, sowohl das Event- als auch das Mittagsgeschäft. Das gilt auch für zahlreiche Catering-Aufträge, hier haben wir von der Hochzeit bis zum Firmenjubiläum schon viele tolle Erfahrungen machen dürfen.

Habt Ihr einen gastronomischen Hintergrund?

Ja, den haben wir – sowohl in der Geschäftsführung als auch im Team. Das heißt nicht, dass nicht auch Quereinsteiger bei uns eine Chance bekommen. Aber ein gewisses gastronomisches Know-how sollte im Team vorhanden sein, um zu wissen wie der Hase läuft. Auch wenn wir aktuell keinen Bunny Burger im Repertoire haben.

Was waren die größten Hürden auf dem Weg zum Foodtruck?

Hürden sind dazu da, übersprungen zu werden. Natürlich läuft nicht immer alles rund, aber ohne die eine oder andere Herausforderung wäre es nur halb so spannend. Da wir im Kern über ausreichend Gastro-Erfahrung verfügen, ging es bei uns insgesamt recht glatt, bis der erste Burger über die Theke wanderte. Zum Einspielen haben wir zunächst bewusst einen weniger belebten Standort gewählt. Erst als jeder Handgriff saß, haben wir uns den belebten Märkten und City-Standorten gestellt.

Eine Hürde anderer Art war vor kurzem der Einsatz einer neuen Pressstanze bei unserem Schlachter. Dadurch hatten die Burger-Pattys eine andere Konsistenz als gewohnt und waren entsprechend schwierig zu braten. Aber wir haben das Ganze dann doch fix in den Griff bekommen – bereits am Folgetag lief es wieder rund. So wie es die Form der Pattys vorgibt.

Foodtruck BurgerKultour in Köln

Foodtruck BurgerKultour auf dem Street Food Festival in Köln. Foto: © BurgerKultour

Könnt Ihr autark arbeiten oder benötigt Ihr externen Strom?

Unsere Foodtrucks haben die Maße 6,50 m (Länge) x 2,20 m (Breite) x 3,30 m (Höhe) und benötigen im Einsatz gegen den Hunger einen entsprechend großen und frei befahrbaren Stellplatz auf privatem Grund. Das kann sowohl draußen als auch in einer befahrbaren Halle sein. Optimal ist für uns immer ein Stromanschluss. Natürlich haben wir auch ein Aggregat an Bord, um autark arbeiten zu können.

Was würdet Ihr beruflich machen, wenn Ihr keinen Foodtruck hättet?

Ich denke, ich wäre Surflehrer auf Grönland. Da dort die Nachfrage leider seit Jahren stagniert und ich eine Familie ernähren muss, habe ich mich dann doch auf BurgerKultour konzentriert – mit einem kleinen, motivierten hauptberuflichen Team im Rücken. Hinzu kommen natürlich viele nebenberufliche Enthusiasten auf den Trucks. Ohne sie wären wir nicht so erfolgreich. Auf unsere Truppe bin ich wirklich stolz.

„BurgerKultour“ findet ihr auch in der Foodtrucks Deutschland App für euer Smartphone. Die Foodtruck Deutschland App: Welche Foodtrucks sind dabei? Wo finde ich die Trucks? Wer steckt hinter der App-Entwicklung und wo kann ich mich für eure Foodtruck-Liste eintragen?

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