Stadtsalat Impression

Salate in vielen Variationen. Stadtsalat aus Hamburg. Foto: © Stadtsalat

Portrait von Markus Wolf

Autor Markus Wolf

Vom Le­bens­mit­tel­che­mi­ker zum Designer. Guter Ge­schmack ist ihm angeboren. „Slow food on fast wheels“ ist das Credo des Food­truck-Experten und In­no­va­ti­ons­ma­na­ger, mit dem er die Branche beschreibt.

Noch näher am Kunden: Zehn Fragen an Stadtsalat aus Hamburg

Veröffentlicht am 04. Oktober 2016 von Markus Wolf

Foodtrucker gehen oft neue Wege, nicht nur kulinarisch. Wir fragten den Hamburger Salat-Lieferservice Stadtsalat, warum sie in der Hansestadt nun zusätzlich einen Foodtruck auf die Straßen geschickt haben.

Stadtsalat Logo

Das Kernprodukt im Logo. Foto: © Stadtsalat

Es ist keineswegs die klassische Burger-Erfolgsgeschichte, die das Hamburger Startup zu erzählen hat. Im März 2015 sind die beiden Pioniere Marcus und Tom im Bereich Salat-Lieferservice gestartet. Seitdem hat Stadtsalat seine Palette an beliebten Gerichten auf pflanzlicher Basis erweitert. Das Angebot besteht aus sechs Klassikern und zwei Saison-Salaten. Alle Salate werden aus über 50 Zutaten hergestellt.

Die Philosophie dahinter: Das Essen soll frisch, in ökologischer, recyclebarer Verpackung und nachhaltig, nämlich mit dem Fahrrad geliefert werden. Die beiden Geschäftsführer Marcus Berg und Tom Smets wollen dieses Konzept auch weiterhin beibehalten.

Doch vor einiger Zeit erkannten sie die zusätzlichen Vorteile eines Foodtrucks. Uns berichteten sie, was ihr Lieferservice ausmacht und warum sie ihn um einen Truck ergänzt haben.

Stadtsalat: Für den Zeitraum liegen keine Tourdaten vor.

Portrait von Markus Wolf

Autor Markus Wolf

Vom Le­bens­mit­tel­che­mi­ker zum Designer. Guter Ge­schmack ist ihm angeboren. „Slow food on fast wheels“ ist das Credo des Food­truck-Experten und In­no­va­ti­ons­ma­na­ger, mit dem er die Branche beschreibt.

Stadtsalat Foodtruck

Seit Kurzem auch als Foodtruck unterwegs: Der Wagen von Stadtsalat. Foto: © Stadtsalat

Erzählt bitte kurz was ihr in eurem Foodtruck anbietet!

Wir bieten in Hamburg ausgefallene und hochwertige Salate an.

Wie seid ihr von eurem Lieferdienst auf die Idee zu einem Foodtruck gekommen?

Foodtrucks haben für uns zwei große Vorteile. Sie sind sehr standortflexibel und sie bieten eine große Werbefläche. Als Lieferservice ist es extrem wichtig, die Lieferkosten gering zu halten. Sie machen bei uns knapp 20 Prozent vom Umsatz aus.

Der Truck kann dort platziert werden, wo die meisten Bestellungen anfallen - sofern man einen passenden Standort findet. Tagsüber platzieren wir uns in die Nähe von Büros und am Abend geht es dann Richtung Wohngebiete. Dadurch sparen wir ordentlich Kilometer bei der Auslieferung, die wir mit Fahrradkurieren machen.

Stadtsalat Maze

The Marvelous Meze ist inspiriert von der syrischen Küche. Foto: © Stadtsalat

Worauf seid ihr besonders stolz?

Die Herausforderung der Gastronomie gemeistert zu haben. Wir sind ja gelernte Kaufleute und Informatiker, die erst einmal wenig mit Gastronomie zu tun haben.

Fahrt ihr mittags oder abends eine Tour?

Sowohl als auch. Unsere Trucks werden mittags und abends unterwegs sein.

Wie häufig seid ihr auf Foodtruck- oder Street-Food-Events?

Sehr sehr selten. Unser Produkt ist gar nicht so sehr auf Casual Fast Food ausgerichtet. Außerdem sind unsere Trucks 24/7 in unsere Lieferlogistik eingebunden, so dass wir gar keine freien Kapazitäten haben.

Alle Fehler mindestens einmal machen dürfen

Habt ihr typische Kunden?

Unsere Kunden sind sehr breit gefächert. Wir haben zum Beispiel eine ältere Dame, die Freitagsabends immer für sich und ihren Enkel jeweils einen Salat bestellt. Mittags bedienen wir natürlich viele Agenturen, Kanzleien und Praxen.

Habt ihr einen gastronomischen Hintergrund?

Leider gar nicht. Wir durften also alle Fehler machen, die man eben mindestens einmal machen sollte, wenn man keine Ahnung von Gastronomie hat.

Was waren eure größten Hürden auf dem Weg zum Foodtruck?

Unser Truck ist letztlich ja ein riesengroßes fahrendes Kühlhaus. Das frisst ordentlich Strom und ist sehr schwer. Einige Foodtruck-Bauer haben uns ausgelacht, dass wir unser Konzept mit einem 3,5t-Vehikel umsetzen wollten. Letztlich hat es dann alles gepasst, der Planungsaufwand war aber enorm.

Stadtsalat Verpackung

Schöne Aussicht:Die Verpackung von Stadtsalat ist übrigens zu 100 Prozent kompostierbar. Foto: © Stadtsalat

Könnt ihr autark arbeiten oder benötigt ihr externen Strom?

Grundsätzlich sind wir autark, möchten das aber nur im äußersten Notfall nutzen.

Was würdet ihr beruflich machen, wenn ihr keinen Lieferdienst/Foodtruck hättet?

Dann würden wir wahrscheinlich ein anderes Startup machen. Bevor wir Stadtsalat gegründet haben, gab es eine andere konkurierende Idee (Stichwort: Hundefutter :D), die wir auch gerne umgesetzt hätten. Wir haben uns am Ende für Stadtsalat entschieden, die andere Idee finden wir aber auch spannend.

„Stadtsalat“ und andere Trucks aus ganz Deutschland findet ihr auch in der Foodtrucks Deutschland App für euer Smartphone. Die Foodtruck Deutschland App: Welche Foodtrucks sind dabei? Wo finde ich die Trucks? Wer steckt hinter der App-Entwicklung und wo kann ich mich für eure Foodtruck-Liste eintragen?

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