Foodtruck „Die intolerante Isi“ München

Der Münchner Foodtruck für Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten. Die Idee und das Konzept von Isabella Hener zu laktosefrei, glutenfrei, fructosearm und vegan. Foto: © Daniel Bendl / Craftplaces

Portrait von Markus Wolf

Autor Markus Wolf

Vom Le­bens­mit­tel­che­mi­ker zum Designer. Guter Ge­schmack ist ihm angeboren. „Slow food on fast wheels“ ist das Credo des Food­truck-Experten und In­no­va­ti­ons­ma­na­ger, mit dem er die Branche beschreibt.

Isabella, leidenschaftliche Foodtruckerin aus München – „Die intolerante Isi“

Veröffentlicht am 06. August 2015 von Markus Wolf

Kernthema bei Isabella Heners Foodtruck sind Lebensmittelunverträglich­keiten. Egal ob laktosefrei, glutenfrei, fructosearm oder vegan, für jeden hat sie etwas dabei. Dabei sind nicht nur die herzhaften und süßen Speisen eine leckere Alternative, auch der Truck selbst kann sich sehen lassen.

Logo isi

Logo „Die intolerante Isi“ | Foto: © „Die intolerante Isi“

Das Modell Vad D-Truck von Axiam ist schon etwas Besonderes. Effektiv eingerichtet und jeden Zentimeter Platz genutzt, steht Isabella wochentags sowohl mittags als auch am Abend an wechselnden Standorten. Das Mittagsgeschäft spielt bei ihr eine herausragende Rolle und mit ihrem ehemaligen Cupcake-Mobil ist sie natürlich auch auf den immer zahlreicher werdenden Events in und um München anzutreffen.

„Die intolerante Isi“: Für den Zeitraum liegen keine Tourdaten vor.

Portrait von Markus Wolf

Autor Markus Wolf

Vom Le­bens­mit­tel­che­mi­ker zum Designer. Guter Ge­schmack ist ihm angeboren. „Slow food on fast wheels“ ist das Credo des Food­truck-Experten und In­no­va­ti­ons­ma­na­ger, mit dem er die Branche beschreibt.

Kannst du bitte kurz erzählen was du in deinem Foodtruck anbietest?

Ich biete verschiedene herzhafte und süße Speisen an, die auch für Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten geeignet sind - also z.B. laktosefrei, glutenfrei, fructosearm oder vegan. Mein Truck ist wohl das kleinste Kaliber, das es gibt. Vom Hersteller Aixam und er kam aus Sylt zu mir (er war ursprünglich ein Cupcake-Mobil).

Isabella Hener im Foodtruck Isi

Isabella Hener in ihrem Foodtruck „Die intolerante Isi“. Foto: © Markus Wolf / Craftplaces

Wie bist du auf die Idee zu deinem Foodtruck gekommen?

Zur Idee bin ich gekommen, da ich selbst eine Laktoseunverträglichkeit habe und es für mich immer sehr schwierig war auswärts etwas Passendes zu Essen zu finden. Oft wussten Köche oder Service nicht wo Milchprodukte enthalten sind und das ewige Nachfragen war ganz schön anstrengend. Deshalb beschloss ich aus der Not eine Tugend zu machen und den ersten “intoleranten” Food Truck auf die Straße zu bringen.

Bietest du ein spezielles Produkt an, oder eher eine größere Palette an Gerichten?

Wie gesagt eine größere Palette an Gerichten. Vom veganen Curry bis zum Beef, als Beilagen z.B. Quinoa oder Hirse, gegrillte Sandwiches oder süße Sachen wie Whoopie Pies in leckeren wechselnden Sorten wie gebrannte Mandel oder Brombeer-Limette.

Lebens­mittel­unver­träg­lich­keiten – Thema bei Isabellas Foodtruck

Worauf bist du besonders stolz?

Ich bin besonders stolz darauf, dass ich dank meines Umfelds (Familie, Freunde, Finanzierung über Crowdfunding, zufriedene Stammkunden) so weit gekommen bin und das Konzept des “intoleranten” Trucks umsetzen konnte. Ohne die Hilfe jedes Einzelnen gäbe es den Truck heute nicht!

Fährst du mittags oder abends eine Tour?

Der Truck ist sowohl mittags als auch abends in München unterwegs. Von Montag bis Donnerstag immer zur Mittagszeit bei verschiedenen Firmen und Freitag bis Sonntag auf wechselnden Veranstaltungen und Streetfood-Märkten. Beim Start letzten August war es mit Standplätzen bei Firmen noch sehr schwierig. Mittlerweile erkennen viele, dass dies ein super Mehrwert für die Mitarbeiter ist.

Foodtruck „Die intolerante Isi“ im Einsatz

Isabella Hener in ihrem Foodtruck „Die intolerante Isi“ Backstage München. Foto: © Die intolerante Isi

Wie häufig bist du auf Foodtruck- oder Streetfood-Events?

Fast an jedem Wochenende ist in München irgendein Event, bei dem der Truck zu finden ist - nicht zwingend nur Foodtruck- oder Streetfood Events, aber auch diese werden in München immer mehr und vielfältiger.

Hast du einen gastronomischen Hintergrund?

Absolut nicht. Ich komme ursprünglich aus der Werbebranche und bin studierte Mediendesignerin. Gekocht und gebacken habe ich aber immer schon sehr gerne und so führte das eine zum anderen.

Der Vad D-Truck von Axiam ist schon etwas Besonderes...

Was waren die größten Hürden auf dem Weg zum Foodtruck?

Die größten Hürden waren wohl die Genehmigungen, Zertifikate, etc. (ich musste z.B. eine Konditorenprüfung ablegen, damit ich selbst backen darf). Das hat alles viel Zeit in Anspruch genommen. Außerdem die Finanzierung: Leider ist es schwierig bei Banken Kredite für solche Vorhaben zu bekommen und ein großer Truck fordert nun mal einiges an Kapitaleinsatz.

Kannst du autark arbeiten oder benötigst du externen Strom?

Es wird externer Strom 230V benötigt. Wenn ich einen Generator in den Truck einbaue, dann ist für sonst nichts mehr Platz ;-) Gas wird nicht verwendet, deshalb kann der Truck auch in Hallen stehen.

Salat vom Foodtruck Isi

Quinoa-Tofu-Salat mit Minze, Granatapfel und Pinienkernen. Foto: © „Die intolerante Isi“

Was würdest du beruflich machen, wenn du keinen Foodtruck hättest?

Urlaub :D Aber dafür ist keine Zeit. Der Truck muss weiter rollen!

„Die intolerante Isi“ findet ihr auch in der Foodtrucks Deutschland App für euer Smartphone. Die Foodtruck Deutschland App: Welche Foodtrucks sind dabei? Wo finde ich die Trucks? Wer steckt hinter der App-Entwicklung und wo kann ich mich für eure Foodtruck-Liste eintragen?

Dieser Artikel „Münchner Foodtruck 'Die intolerante Isi' im Gespräch“ erschien zuerst bei Nürnberg und so.

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