Foodtruck Klärches Berlin

Foodtruck nonidu – Leckerleichte Speisen statt schwerer Kost für die Münchner Büroparks. Vegetarisch, vegan und die ersten Salate, die satt machen. Foto: © Daniel Bendl / Craftplaces

Portrait von Markus Wolf

Autor Markus Wolf

Vom Le­bens­mit­tel­che­mi­ker zum Designer. Guter Ge­schmack ist ihm angeboren. „Slow food on fast wheels“ ist das Credo des Food­truck-Experten und In­no­va­ti­ons­ma­na­ger, mit dem er die Branche beschreibt.

Backstage bei Daniela und Jenny vom Foodtruck nonidu

Aktualisiert am 01. November 2017 von Markus Wolf

Daniela und Jenny arbeiteten beide bei Amazon als Einkäuferin und Projektmanagerin. Jetzt kurven die beiden Mädls mit ihrem Fiat Ducato durch München und verkaufen Supis, Senfichs und Guties. Die Idee von „nonidu” ist es, leckerleichte Speisen an die Münchner Büroparks zu liefern.

Nicht mehr aktiv!Leider ist „nunidu“ nicht mehr aktiv und nicht mehr im Raum München unterwegs.

Logo nonidu

Logo nonidu | Foto: © nonidu

Ihr Motto – das auch für ihren Namen herhalten durfte – ist: „Wenn wir den Traum nicht jetzt verwirklichen, wann denn dann?“ Ein wunderbares Motto, das wie kein anderes für die Foodtruck Szene steht. Der Leidenschaft freien Lauf lassen und einfach mal loslegen. Ganz besonders stolz sind die beiden Münchnerinnen auf ihre Freunde, die sie mit Ideen und Feedback immer unterstützt haben. So wagten sie schließlich den Schritt zum eigenen Foodtruck und gaben dafür ihre Jobs mit guten Karriereaussichten auf.

Portrait von Markus Wolf

Autor Markus Wolf

Vom Le­bens­mit­tel­che­mi­ker zum Designer. Guter Ge­schmack ist ihm angeboren. „Slow food on fast wheels“ ist das Credo des Food­truck-Experten und In­no­va­ti­ons­ma­na­ger, mit dem er die Branche beschreibt.

Wie seid ihr auf die Idee zu einem Foodtruck gekommen?

Wir sind Daniela & Jenny und seit 9. April 2015 stolze Besitzer unseres Foodtrucks. Es ist das Modell Manhatten: Ein Fiat Ducato mit Kofferaufsatz, umgebaut und ausgestaltet von Roka. Kennengelernt haben wir uns bei der Arbeit für einen großen Konzern und hier entstand auch die Idee zu unserem Truck und dem Konzept: Leckerleichte Speisen für die Münchner Büroparks.

Salat vom Foodtruck nonidu

... wie es so in einem Foodtruck zugeht. Foto: © Daniel Bendl / Craftplaces

Raus aus dem Büro, rein in den Truck! „Now Or Never - I Dare U!“ Das steht nicht nur für unseren Namen (nonidu), sondern ist unsere Lebenseinstellung. Wenn wir den Traum nicht jetzt verwirklichen, wann denn dann?

Könnt ihr bitte kurz erzählen was ihr in eurem Foodtruck anbietet?

Unser Angebot umfasst Suppen, Salate und Pausenbrote. Alles Klassiker, aber immer etwas anders. Durch viel Gemüse ist vieles vegetarisch oder auch vegan, aber wir haben auch ein köstliches Chili con Carne mit Cola und Kakao auf der Karte.

Bietet ihr ein spezielles Produkt an oder eher eine größere Palette an Gerichten?

Wir haben eine größere leckerleichte Palette an Produkten: Supis (so super, was man aus Suppe alles machen kann), Salate (die ersten Salate, die satt machen), Senfichs (das Brot mit Senf-Dill-Aufstrich) und unsere Guties (gönn dir was süßes Gutes). Selbstverständlich haben wir auch mittags Drinks dabei :-)

Auszug aus der aktuellen Karte:

  • Rote Linsensuppe mit, Apfel, Süßkartoffel und Chilischoten - süß & scharf
  • Chili con carne mit Cola & Kakao - mild & toll
  • Quinoa-Salat mit Süßkartoffel, Petersilie und Minze - sommerlich & frisch
  • Cake Pop Fruity: Vanillekuchen mit Himbeeren und Zartbitter - süß & yummy

Daniela und Jenny sind mit ihrem Foodtruck nonidu in München unterwegs.

Worauf seid ihr besonders stolz?

Wir sind ganz besonders stolz auf unsere Freunde, die uns tatkräftig mit tollen Ideen und Diskussionen über die ganze Vorbereitungszeit und darüber hinaus unterstützt haben. Wir lieben unseren wunderschönen Truck (Danke an Agnes & Susa & an das Roka-Team) und freuen uns über die sensationelle Kooperation mit dem Münchner Restaurant Merlins und ihrem Chefkoch Jean.

Fahrt ihr mittags oder abends eine Tour?

Aktuell stehen wir mittags an je einem Standort (Büropark) mit unserem Foodtruck in München. Wir wechseln von Tag zu Tag, aber an jedem gleichen Wochentag sind wir am selben Ort – immer von 11 bis 14 Uhr.

Wie häufig seid ihr auf Foodtruck- oder Streetfood-Events?

So häufig es uns möglich ist. Weiter entfernte Festivals sind schwieriger zu planen, aber bis Nürnberg ist das auf jeden Fall drin. Im Juni sind wir auch mal in Frankfurt – wir beide kommen ursprünglich aus dem Rhein-Main-Gebiet.

Habt ihr einen gastronomischen Hintergrund?

Nein, wir sind beide Betriebswirte. Wir essen sehr gerne, probieren immer wieder andere Restaurants aus und überlegen uns gerne neue Rezepte, gekocht wird aber nicht von uns: Durch die Kooperation mit Merlins sind wir und somit unsere Kunden bestens versorgt und die Speisen in guten Händen.

Was waren die größten Hürden auf dem Weg zum Foodtruck?

Zeitaufwendig waren in erster Linie gar nicht mal die Fragen zum ‚Food Truck‘ bzw. die Informationbeschaffung dazu, sondern allgemein der Weg in die Selbstständigkeit, Wartezeiten, die nicht von Anfang an klar waren, aufeinanderfolgende Anträge usw., die den weiteren Plan bestimmten,...

Wir hatten und haben allerdings eine tolle Betreuung durch unseren Steuerberater, der uns bei den wichtigen Themen an die Hand genommen hat. Ohne die professionelle Unterstützung durch das Roka-Team bei der Planung des Foodtrucks hätten wir es zweifellos nicht so einfach gehabt.

Könnt ihr autark arbeiten oder benötigt ihr externen Strom?

Wir können durch einen neuartigen Stromgenerator autark arbeiten. Er ist super leise, einfach einzuschalten und befindet sich unter dem Truck. Seine Energie zieht er aus Gasflaschen.

Für Kühlschränke, Kühlvitrine (unsere Fußbodenheizung im Winter) und Licht benötigen wir Strom (über Generator oder per Stromkabel), die Kochplatten und Bain-Maries (Speisewärmer) sind gasbetrieben.

Was würdet ihr beruflich machen, wenn ihr keinen Foodtruck hättet?

Wir haben erst kürzlich unsere guten Jobs, trotz weiterhin guter Karriereaussichten, aufgegeben, es gibt also keinen Gedanken an “Was wäre wenn”... :-)

Dieser Artikel „Müncher Foodtruck 'nonidu' im Gespräch“ erschien zuerst bei Nürnberg und so.

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