Casting der Karawane der Köche von SAT.1 in Hamburg

Casting in Hamburg – Neuartige Fernsehshow von SAT.1 begleitet 14 Kandidaten in sieben Foodtrucks quer durch Deutschland und sucht den Gewinner. Foto: © Klaus P. Wünsch / Foodtrucks Deutschland

Portrait von Daniel Bendl

Autor Daniel Bendl

Der Genießer fränkischer und internationaler Gaumenfreuden ist Foodtruck Unterstützer der ersten Stunde und Co-Founder von Craftplaces.

UPDATE: Die Karawane der Köche auf ihrem Weg durch Deutschland

Aktualisiert am 06. Oktober 2016 von Daniel Bendl

Wir haben schon lange nicht mehr so oft vor dem Fernseher gesessen wie in 2016. Denn die Fernsehsender haben Foodtrucks als Thema entdeckt und so startet im September ein weiteres Fernseh-Highlight: Die “Karawane der Köche” rollt ab 7.9. rollte bis 5.10. auf SAT.1 durch eure Wohnzimmer

Zusammenfassung der Sendungen

Sendetermine der Karawane der KöcheDie Karawane der Köche rollt ab 7.9. rollte bis 5.10. auf SAT.1 durch eure Wohnzimmer.
07.09.2016 20:15 - 22:15 Uhr SAT.1
14.09.2016 20:15 - 22:15 Uhr SAT.1
21.09.2016 20:15 - 22:15 Uhr SAT.1
28.09.2016 20:15 - 23:15 Uhr SAT.1
05.10.2016 20:15 - 23:15 Uhr SAT.1

Ansicht auf das Studio in Hamburg von oben

Casting in Hamburg. Aus 14 Teams die 7 Karawane-Teams auswählen. Foto: © Klaus P. Wünsch / Foodtrucks Deutschland

Bisher haben die deutschen Fernsehsender die Berichte über Foodtrucks meist in ihre diversen Magazine verpackt. Galileo bei Pro7, Puzzle und Heimatrauschen beim BR, Columbus bei RTL2 oder Abenteuer Leben bei Kabel1, um nur wenige zu nennen. Es folgten Sonderformate wie Björn Freitags Foodtruck beim WDR sowie das »Food Truck Festival« bei Kabel1. Alle Sendungen waren zumeist im Nachmittags- oder Spätabend-Programm zu finden. SAT.1 setzt nun dem Ganzen die Krone auf: Foodtrucks zur Prime Time. Wir sind schon ganz aufgeregt. Besonders stolz sind wir natürlich darauf, dass der Sender im Vorfeld der Produktion sowie bei der Aufzeichnung der ersten Folgen auf unsere Kompetenz gesetzt hat. So begleitete unser Gründer und Mr. Foodtruck Klaus P. Wünsch als Foodtruck-Experte die Karawane auf ihren ersten Etappen.

Portrait von Daniel Bendl

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Der Genießer fränkischer und internationaler Gaumenfreuden ist Foodtruck Unterstützer der ersten Stunde und Co-Founder von Craftplaces.

Tim Mälzer und Klaus P. Wünsch Portrait

Tim Mälzer und Klaus P. Wünsch bei den Aufnahmen zur Karawane der Köche in Hamburg. Foto: © Klaus P. Wünsch / Foodtrucks Deutschland

Der Karawane der Köche liegt ein einfaches Prinzip zu Grunde: erst 14 Teams beim Hauptcasting und dann die ausgewählten sieben Kandidaten-Paare stellen sich unterschiedlichen Aufgaben, die von der Jury bestehend aus Tim Mälzer und Roland Trettl bewertet werden. Ein einfacher und etablierter Ansatz, den man so auch aus anderen Castings kennt. Da es sich jedoch um Foodtrucks handelt, produziert SAT.1 das Ganze nicht in Fernsehstudios, sondern lässt die Kandidaten in einem weitestgehend realistischen Umfeld gegeneinander antreten: auf der Straße. So zieht die Karawane der Köche einmal quer durch Deutschland. Hamburg, Wedel, Zingst, Rostock, Gelsenkirchen, Köln, Geisenheim, Freiburg, München, Nürnberg und Berlin sind die Stationen der kochenden Karawane.

An den einzelnen Stopps gilt es sich den Herausforderungen zu stellen. Auf Festivals, Straßenfesten und nicht zuletzt im täglichen Straßenbusiness müssen die angehenden Foodtrucker beweisen, wie sie ihre Konzepte unter echten Bedingungen wie Stress und unvorhergesehenen Ereignissen umsetzen.

Foodtrucks zur Hauptsendezeit

Mit der Karawane der Köche setzt der zu ProSiebenSat.1 Media gehörende Sender eine echtes Statement für dieses noch junge mobile Business und wird einen gewichtigen Anteil leisten Foodtrucks weiter bekannt zu machen und als ernstzunehmende Alternative zur herkömmlichen Mittagsversorgung und Gastronomie zu platzieren. Mit zahlreichen Kamerateams und Drohnen werden die sieben Kandidatenteams aus jedem Winkel beobachtet und vermitteln den Zuschauern Blicke hinter die Kulissen. So wird transparent, welchen Herausforderungen sich bereits am Markt agierende Foodtrucker tagtäglich stellen müssen.

Tim Mälzer und Roland Trettl

Wir durften live erleben, wie die beiden Mentoren und Juroren Tim Mälzer und Roland Trettl den Anwärtern auf den Gewinn eines brandneuen Foodtrucks mal freundschaftlich aber auch streng zur Seite standen – wie ein erfahrenes Produktionsteam (RedSeven Entertainment GmbH hat z.B. Germanys Next Topmodel produziert) die Eindrücke und tolle Fernsehbilder übersetzt. 20:15 Uhr ist für den deutschen Fernsehzuschauer ein seit Jahrzehnten geprägter Zeitpunkt für den Beginn der abendlichen Unterhaltung. Der Tatort lockt am Sonntagabend Millionen auf die Couch und vor die Geräte. Hoffen wir, dass dies der Karawane der Köche ab 7. September immer mittwochs um 20:15 Uhr auch gelingt. Füllt euch schon mal den Kühlschrank, ihr werdet nämlich sonst hungrig ins Bett müssen ;-).

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Foodtrucks der Karawane der Köche von SAT.1 in Hamburg

Die Erstausstrahlung der Karawane der Köche widmete sich im Kern dem Casting der Foodtruck-Kandidaten. Foto: © Klaus P. Wünsch / Foodtrucks Deutschland

Zusammenfassung der ersten Sendung »Karawane der Köche« vom 7. September 2016

Der Erfolg von Fernsehsendern und ihren Shows wird anhand der Einschaltquoten knallhart bewertet. So war heute einen Tag nach dem Start der Karawane der Köche vielfach von einem holprigen Start zu lesen. Lassen wir aber mal die Reduzierung auf nackte Zuschauerzahlen beiseite und lassen den Inhalt der ersten Ausgabe Revue passieren.

Mix aus Interviews mit Foodtruckern und dem Gespann Mälzer-Trettl

Da sicher noch nicht jedem deutschen Fernsehzuschauer bewusst ist was ein Foodtruck ist und warum diese nun durch sein Wohnzimmer rollen, startete die Sendung mit einer kurzen Erläuterung zu den rollenden Küchen und gab mit einem Zusammenschnitt von vielen Bildern einen guten Eindruck, was man von der Sendung erwarten kann. Ein bunter schneller Mix aus Interviews mit Foodtruckern und dem Gespann Mälzer-Trettl sowie Aufnahmen von den elf Etappen der Karawane. Es folgte eine Vorstellung von Tim Mälzer und Roland Trettl, die mit ihrer Bekanntheit und Medienpräsenz sicher tragende Eckpfeiler der Karawane der Köche sind. Besonders Tim Mälzer wurde bereits in der ersten Ausgabe als derjenige positioniert, der zwischen kumpelhaft und knallhartem Jurymitglied hin und her wechselte. Er mag damit polarisieren und manchmal anecken, aber so ist eben Tim Mälzer. Wir kennen ihn und schätzen seine direkte und unverblümte Art. Das Foodtruck-Business ist hart und da schadet es sicher nicht wenn man als Bewerber eine klare Kritik zu verdauen hat. Und der Sendung tut es sicher auch gut, denn wer mag schon Langeweile?

Casting und Vorstellung der Kandidaten

Foodtrucks der Karawane der Köche von SAT.1 in Hamburg

Mit knalligem Logo versehen, stehen die Foodtrucks von dem Aufnahmestudio. Foto: © Klaus P. Wünsch / Foodtrucks Deutschland

Die Erstausstrahlung der Karawane der Köche widmete sich dann im Kern dem Casting der Kandidaten. Diese wurden kurz vorgestellt und durften ihrerseits das eigene Foodtruck-Konzept vorstellen. Details dazu findet ihr in unserer Vorstellung der Kandidaten. Jedes Kandidatenpaar bereitete etwas zu und versuchte damit Tim Mälzer und Roland Trettl zu überzeugen. Kein leichtes Unterfangen und es hagelte zum Teil deutliche Kritik. Aber auch mit Lob geizten die beiden Juroren nicht. Auch echte Foodtrucker müssen sich gegenüber ihren Kunden beweisen und so gefiel uns das ehrliche Feedback sehr gut. Nach den Entscheidungsrunden durften die Foodtruck-Anwärter die neuen Foodtrucks in Augenschein nehmen. Alle Kandidaten hatten ihr eigenes Foodtruck-Konzept auch visuell durchdacht und ein Foodtruck-Logo vorbereitet. Zur großen Freude der Teilnehmer kam es schließlich zur Übergabe der farbenfroh folierten Trucks. Wer die erste Sendung verpasst hat, der findet die komplette Folge in der SAT.1 Mediathek.

Fazit: Für die nächste Sendung von Karawane der Köche wünschen wir uns ein klein wenig mehr Einblicke in den Arbeitsplatz und den Alltag der Foodtrucker und die kleinen und großen täglichen Herausforderungen. Die Karawane der Köche ist ein tolles Format und ein Turbo für unsere gesamte Szene – mit viel Liebe zum Detail und mit tollen Bildern farbenfroh in Szene gesetzt. Wir freuen uns auf die weiteren Folgen.

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Zusammenfassung der zweiten Sendung »Karawane der Köche« vom 14. September 2016

Das Auge isst mit. Unter diesem Motto stand zunächst die zweite Folge der Karawane der Köche. Nicht nur im Restaurant auch bei Streetfood sollte eine ansprechende Präsentation der Gerichte nicht vernachlässigt werden. So standen die sieben Foodtruck-Teams als erstes vor der Aufgabe ein Fischgericht zu kreieren und auch den Foodtruck ansehnlich herzurichten.

Heute Foodtrucks mit Tim Mälzer & Live Musik in Rostock

Heute Foodtrucks mit Tim Mälzer & Live Musik, für Roland Trettl war wohl kein Platz mehr – schade eigentlich. Foto: © Klaus P. Wünsch / Foodtrucks Deutschland

Dazu ging es zunächst zu einem bärtigen Ostseefischer der zusammen mit seinem Sohn neben verschiedenen Fischsorten auch die Tagesaufgabe stellte: Hungrige Surfclub-Gäste in Zingst begeistern. Gute Vorbereitung war gefragt und dies meisterten fast alle Kandidaten sehr gut. Nur Monheimat hatte ein Problem: Da sie vegetarisch und vegan unterwegs sind, kam der Fisch nicht in Frage. Die Alternative geräucherter Sellerie wurde am Ende bei den Genießern in Zingst jedoch gut angenommen. Respekt, dass Juliane und Uwe ihrem Konzept treu bleiben. Eine Diskussion gab es natürlich auch, als Tim Mälzer die optische Aufbereitung des Foodtrucks der Geschmacksträger zu Recht kritisierte. Klar kann man der Meinung sein es puristisch zu gestalten, nur war die Aufgabe eben eine andere. Die Karawane der Köche ist eben ein Wettbewerb und wer diesen gewinnen möchte, hat sich an die Regeln zu halten.

Auf der Fahrt von Zingst zur nächsten Etappe in Rostock kam es dann zu einem Unfall. Die Klappe am Foodtruck von Monheimat ging während der Fahrt auf (es wurde vom Team vergessen, die Klappe für die Fahrt zu sichern) und wurde bei der Kollision mit einem Verkehrsschild schwer beschädigt. Der Stress des Tages und dieses Ereignis führte schließlich im Anschluss zur Aufgabe des Ehepaars. Bedenkt man, dass Juliane schwanger ist, wird es wohl mit Blick auf die weiteren Folgen der Karawane der Köche die vernünftige und richtige Entscheidung gewesen sein. Mit Monheimat ist damit der erste Foodtruck raus aus der Karawane und wir hoffen jedoch, dass die beiden Nordrhein-Westfalen ihr Ziel weiter verfolgen und irgendwann mit einem Foodtruck auf deutschen Straßen unterwegs sein werden.

Aufgabe: einen Mittagstisch für 300 Mitarbeiter

Wer für sein Essen bereit ist zu werben, der hat Erfolg

In Rostock lautete die Aufgabe einen Mittagstisch für 300 Mitarbeiter eines Windenergie-Unternehmens zuzubereiten. Fermentiertes Gemüse – welches im Gartenbau von Olaf Schnelle aus Grammendorf zuvor geholt wurde – sollte in jedem der Gerichte Verwendung finden. Der Foodtruck, der am schnellsten ausverkauft ist, erhält eine Immunität und kann aus dieser Folge der Karawane der Köche nicht mehr rausfliegen. Da die Geschmacksträger in einem im Hinblick auf den Mittagstisch unterversorgten Gewerbegebiet auf Burger setzten, war ihr Foodtruck der am schnellsten ausverkaufte. Bis auf das Mutter-Sohn-Gespann Sterns Deli legten sich alle Teams ins Zeug und warben aktiv bei der Belegschaft des zu versorgenden Unternehmens für ihre Kreationen. Hier wurde sehr gut deutlich, dass es eben nicht nur auf die Gerichte eines Foodtrucks ankommt. Man muss wie jedes Restaurant auch um die Gäste werben. Sei es durch ein cooles Truckdesign oder eben durch aktive Ansprache der Zielgruppe.

Fazit: Diese Sendung der Karawane der Köche zeigte nun etwas besser, auf was es im Foodtruck-Alltag ankommt. Auch das mal etwas schief gehen kann wurde deutlich. Der Umgang der Kandidaten mit diesen Herausforderungen war in den meisten Situationen von großer Einsichtigkeit und einer gesunden Selbstkritik geprägt. Schauen wir, was die verbleibenden sechs Foodtrucks von den Mentoren Trettl und Mälzer als nächstes vorgesetzt bekommen.

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Foodtrucks aufgereit Karawane der Köche

Zusammenfassung der dritten Sendung »Karawane der Köche« vom 21. September 2016. Foto: © Klaus P. Wünsch / Foodtrucks Deutschland

Zusammenfassung der dritten Sendung »Karawane der Köche« vom 21. September 2016

Von Rostock nach Gelsenkirchen. Was mag die Karawane wohl dort erwarten? Fußball und ehrliche bodenständige Küche ist die Erwartung der verbliebenen Kandidaten. Mit beiden haben sie Recht: Die Verpflegung hungriger Kids bei einem Schalker Fußballturnier sowie ehrliches Feedback seitens Jury und Publikum stehen im Mittelpunkt dieser Ausgabe. Am Ende sollen die Kids abstimmen.

Karawane der Köche Achtung Dreharbeiten

Heute finden hier TV-Dreharbeiten statt :-). Foto: © Klaus P. Wünsch / Foodtrucks Deutschland

Ein kinderkompatibles Gericht ohne kindisch zu wirken. 75 süße und 75 salzige Gerichte. Keine Frikadelle, keine Pommes, keine Schnitzel, keine Burger. Es galt also sich einen Kopf zu machen. Hat man die Sendung bisher verfolgt und sich mit den Kandidaten etwas beschäftigt, könnte man auf die Idee kommen Die Geschmacksträger wären hier im Vorteil. Weit gefehlt. Von Kreativität war bei den Köchen zunächst nichts zu spüren.

Es folgte der bekannte Ablauf: Die Teams der Karawane der Köche werden beim Einkauf begleitet und die Kamera schaut ihnen beim Experimentieren über die Schultern. Das passt und gefällt uns gut. Schließlich war es immer unsere Erwartung an die Sendung einen Blick hinter die Kulissen eines Foodtrucks zu werfen. Auch wenn Tim Mälzer sicher auch in dieser Sendung bei den Zuschauern polarisiert hat, bringt er die wesentlichen Punkte immer wieder klar zur Geltung: Qualität des Essens. Industrieware hat in einem Foodtruck nichts zu suchen. Die knallharte Ansage an Puro Corazón "Wenn ihr heute Abend schon um 12 im Bett liegt und fertige Eiswaffeln verwendet, dann habt ihr ein Problem!" musste daher sein. Harte Kritik gab es beim Kinderfußball-Fest auf Schalke auch von den Kids, die unverblümt ihre Meinung äußerten. Ganz klar: Im Foodtruck-Business ist Marketing eine wesentliche Komponente. Dass Who’s Mina? hier keine gute Show ablieferte und eher planlos wirkte, mündete in der Jurybewertung "Wenn ihr die nächste Challenge nicht gewinnt, dann seid ihr raus".

Wer macht die beste Wurst und verkauft am besten?

"Wenn ihr die nächste Challenge nicht gewinnt, dann seid ihr raus"

Nächste Etappe der Karawane: Köln. Aufgabe: eine eigene Bratwurst entwickeln. Im Familienbetrieb Natur-Metzgerei Hennes wurde das Material gekauft und hergestellt, beim Konzert von ZZ Top galt es dies zu verkaufen. Hinzu kam eine spannende Komponente: Die Teilnehmer der Karawane der Köche bestimmen selbst den Verkaufspreis und das Team mit dem höchsten Umsatz gewinnt. Die Preisfindung ist ein umumgänglicher Schritt jedes Foodtruckers und so musste sich in dieser Sendung Jeder darüber den Kopf zerbrechen. Die Sieger aus Gelsenkirchen landeten bei der Wurst-Aufgabe mit dem geringsten Umsatz auf dem letzten Platz.

Nett und sympathisch kommt nicht weiter: Unter dieser Überschrift könnte man diese Ausgabe der Karawane der Köche zusammenfassen. Denn Who’s Mina? war bei der letzten Aufgabe so nett zu den Gästen, dass sie teilweise zwei Würste zum Preis von einer herausgaben. Im echten Leben zwar super für die Kunden, aber für den Foodtrucker wirtschaftlich eine Katastrophe und darum führte dies zum Ausscheiden.

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Drehtag im schönen Rheingau.

Drehtag im schönen Rheingau. Foto: © Klaus P. Wünsch / Foodtrucks Deutschland

Zusammenfassung der vierten Sendung »Karawane der Köche« vom 28. September 2016

Die Karawane macht sich zunächst nach Geisenheim in die Weinregion auf. Kein Wunder, dass hier der Wein im Fokus steht und es gilt sich ein passendes regionales Gericht auszudenken. Auf dem Weg Richtung Finale stehen die Kandidaten auch immer mehr unter Beobachtung der beiden Juroren Trettl und Mälzer.

Roland Trettl und Tim Mälzer müssen den Druck erhöhen

Der Ton wird rauer. Das ist keine Plattitüde von Fernsehmachern, sondern Roland Trettl und Tim Mälzer müssen den Druck erhöhen. Nachdem die Kandidaten im Weingut Hamm ihre Aufgabe erhalten haben – regionales Gericht, das zum Riesling passt – geht es auf dem Marktplatz von Geisenheim direkt zur Sache. Vier der fünf verbliebenen Foodtrucks stehen am Vormittag bereit und arbeiten an den Gerichten. Sterns Deli kommt erst Stunden später hinzu, was die Stimmung der Juroren trübt. Man könnte meinen: So lange sie ihr Produkt im Griff haben und gut vorbereitet sind, spielt die Uhrzeit keine Rolle. Nachdem sich jedoch heraus stellt, dass die Fische von Sterns Deli hauptsächlich mit Hilfe von Dritten filetiert wurden, ist das Verständnis dahin. Sie verzerren den Wettbewerb, das sie mit der Aktion das zur Verfügung stehende Budget faktisch überziehen. Es kommt zum Acht-Augengespräch und fast zum Rauswurf.

Geisenheim, Freiburg und München

Ein Gericht aus dem Foodtruck muss in Punkto anrichten einem Essen im Restaurant in nichts nachstehen. Das beweisen die letzten Fünf bei der Aufgabe möglichst schnell 80 Portionen zu verkaufen. Deutlich wurde das am Beispiel der Geschmacksträger, die zunächst ihren Vorschlag im Burger-Bun den Juroren präsentierten. Das Brot war zu mächtig. Einfache Lösung: Den Bun in Streifen schneiden und zu einem ansehnlichen Streetfood-Gericht zusammenstellen. Bravo.

Der Schwarzwald ruft die Karawane der Köche und diese kommt nach Freiburg zur Tattoo-Convention. In der Metzgerei Dirr, bekannt für grandiose Schinken, wird die nächste Challenge verkündet: 90 Portionen unter Verwendung von Rauch und Brot ist untersagt. Das Budget muss wieder einmal auch in Dekoration gesteckt werden. Bei der kreativen Präsentation ihrer Foodtrucks zeigten nicht alle Kandidaten Feingefühl.

Foodtrucker Geschmacksträger

Klaus P. Wünsch – Mr. Foodtruck – zusammen mit dem Team von »Geschmacksträger«. Foto: © Klaus P. Wünsch / Foodtrucks Deutschland

Markus von Wald und Wiese muss kurzerhand wegen Verdacht auf Blutvergiftung ins Krankenhaus, sodass sein Partner Christian weiblichen Ersatz organisiert. Das Probeessen von Tim Mälzer und Roland Trettl endet mit einer ernüchternden Bewertung und vor der Freiburger Messe lief der Verkauf eher schleppend, obwohl doch das Motto "Pay what you want" galt. Der größte Gesamtumsatz gelang den Geschmacksträgern und pro Portion Eddielicious.

Nächste Station München: Das Design des Foodtrucks der Geschmacksträger kam bei der Jury nie gut an, wirkte es bisher einfach nur brav. Den Foodtruck sollte man auch als Werbefläche zu verstehen und neben dem Foodtruck-Logo kommt es eben auch auf die restliche Optik an. Als Belohnung für den Gewinn in Freiburg bekamen die Geschmacksträger ein Streetfood-Design spendiert.

Im Fokus der ersten Münchener Aufgabe stand das Brot, welches es nicht nur zu belegen sondern auch zu interpretieren galt. Brot ist definitiv eine gute Ausgangsbasis. Trucks wie HEIMAT aus Nürnberg beweisen das. Verkauft werden soll für 3 Euro pro Person im Mittagsgeschäft, dem Kern des Foodtruck-Business.

Diese Sendung zeigte durchaus, dass es nicht genügt sich nur auf einen Punkt zu konzentrieren. Nur das Gericht, nur die Dekoration. Das reicht nicht. Bei erfolgreichen Foodtrucks muss das Gesamtkonzept stimmen. Somit ist die Aussage von Roland Trettl "Ein nettes Gericht reicht nicht" zum Ausscheiden von Sterns Deli genauso treffend wie deren Antwort "Einen Foodtruck zu betreiben ist ein hartes Geschäft, kein Zuckerschlecken". Dem ist nichts hinzuzufügen – außer, dass wir uns besonders auf die Ausgabe kommende Woche aus der Foodruck Hauptstadt Nürnberg freuen.

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Foodtrucks an Nürnberger Hauptmarkt

Foodtrucks zu einem Special RoundUp auf dem Nürnberger Hauptmarkt. Foto: © Klaus P. Wünsch / Foodtrucks Deutschland

Zusammenfassung der fünften Sendung »Karawane der Köche« vom 5. Oktober 2016

Die letzten Entscheidungen und das große Finale. 2.000 Kilometer liegen bereits hinter der Karawane der Köche. Geschmacksträger, Wild & Wiese, Puro Corazón oder Eddielicious?

Tim Mälzer und Roland Trettl

Roland und Tim signieren den kleinsten Foodtruck Deutschlands auf dem Nürnberger Hauptmarkt. Foto: © Klaus P. Wünsch / Foodtrucks Deutschland

Nürnberg ist hungrig. Nürnberg ist geil auf die Foodtrucks der Karawane. Nürnberg ist schließlich die deutsche Foodtruck-Hauptstadt. Am Hauptmarkt warten viele Menschen und daher gilt es je Truck 220 Portionen zuzubereiten. Wild & Wiese wollte es offenbar wissen und gab soviel Geld für Waren aus, wie alle anderen Teams zusammen. Ihr Ziel: Philly Cheesesteak – eines der großartigsten Foodtruck-Gerichte. Die Aufgabe "Das Budget muss wieder herein geholt werden" war so für Christian und Markus eine besondere Herausforderung. Auch Puro Corazón hatte es nicht leicht: Ein Unfall mit dem Foodtruck kostete sie jede Menge Zeit bei der Vorbereitung, aber erfreulicherweise kein Menschenleben. Die verbliebenen vier Kandidaten bereiteten in der Großküche ihre Gerichte für die Frankenmetropole vor und parallel gab es ein 'Wer macht das beste Risotto'-Battle zwischen Tim Mälzer und Roland Trettl. Entscheiden durften dieses mal die Karawane-Teams. Ob der Sieg von Roland an Tims Tiefkühlerbsen lag? Wir werden es nie erfahren.

Auf dem Nürnberger Hauptmarkt erlebten die Foodtruck-Rookies wie es sich ein einer foodtruckbegeisterten Stadt so arbeiten läßt. Innerhalb von Minuten bildeten sich lange Schlangen an den Trucks. Zuvor eröffnete unser Mr. Foodtruck Klaus P. Wünsch mit den etablierten Nürnberger Foodtrucks das große Genießen. Alle Vier Kandidaten schafften die Aufgabe und keiner musste die Karawane verlassen. So ging es weiter nach Berlin.

Ein Menü für Berlin – da wo der Umsatz zählt

"Die Rettungsinsel ist halt leider der Burger"

Nur drei kommen ins Finale. So war klar, dass ein Team die Karawane der Köche verlassen muss. Es gab sämtliche Freiheiten. Das Gericht, den Preis und den Standort durften sich die angehenden Foodtrucker alles selbst aussuchen. Gerade die Standortwahl ist auch für etablierte Foodtrucker eine besondere Herausforderung. Denn in Deutschland darf man sich nicht einfach auf öffentlichen Grund stellen. Das gilt selbstverständlich auch für Berlin.

Eddielicious entschied sich für die Markthalle Neun, das Mekka für Streetfood in Berlin. Wild & Wiese wollte beim Bierfestival einer Brauerei und 37 Grad Außentemperatur punkten. Die Geschmacksträger sowie Puro Corazón platzierten sich beim Badeschiff Berlin vor einem Burgerrestaurant. Am Ende sind die Geschmacksträger mit dem geringsten Umsatz ausgeschieden.

Foodtrucker Eddielicious

Gratulation! Der Gewinner der Karawane der Köche 2016: Eddielicious – im Teamfoto zusammen mit Klaus P. Wünsch – Mr. Foodtruck. Foto: © Klaus P. Wünsch / Foodtrucks Deutschland

Auf dem Gelände der Kulturbrauerei Berlin mussten sich schließlich die letzten Drei gegenüber 17 anderen Foodtrucks behaupten. Frische, farbenfrohe, aromatische Streetfood-Gerichte wurden dem Berliner Publikum angeboten und dieses fand es gut. Umso schwerer wurde es für die beiden Juroren Tim Mälzer und Roland Trettl. In einer langen Diskussion haben sie die einzelnen Punkte abgewogen: Team, Qualität, Gesamtkonzept und natürlich die am Finaltag präsentierten Gerichte. Da zwei Entscheider im Zwiegespräch sich schwer einigen können, entschieden sie sich dafür den Gewinner jeweils auf einen Zettel zu schreiben. Und der Gewinner der Karawane der Köche 2016 ist: Eddielicious. Wir gratulieren herzlich und freuen uns auf einen persönlichen Test im Gewinner-Foodtruck.

Die Karawane der Köche ist angekommen. Nicht nur in Berlin, sondern sicher auch in vielen Köpfen. Nämlich eines ist sicher: Auch wenn die Einschaltquoten hinter den Erwartungen zurück geblieben sind: Diese aufwändig produzierte Sendung hat einen Anteil an der weiter wachsenden Bekanntheit der Foodtrucks als echte Alternative zur Genussversorgung auf deutschen Straßen.

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