Foodtruck Mundprobaganda

Was macht deinen Foodtruck einzigartig und unterscheidet ihn von anderen? Diese Frage musst du dir für den Businessplan stellen. Foto: © Daniel Bendl / Foodtrucks Deutschland

Portrait von Markus Wolf

Experte Markus Wolf

Vom Le­bens­mit­tel­che­mi­ker zum Designer. Guter Ge­schmack ist ihm angeboren. „Slow food on fast wheels“ ist das Credo des Food­truck-Experten und In­no­va­ti­ons­ma­na­ger, mit dem er die Branche beschreibt.

Das macht deinen Foodtruck aus!

Aktualisiert am 07. November 2016 von Markus Wolf

Du bist von deinem Foodtruck-Konzept überzeugt, aber das alleine reicht nicht? Hier geht es um eine ausführliche Beschreibung dessen, was dein Unternehmen einzigartig macht und wie du dich anderen gegenüber präsentierst.

Sehe den zweiten Schritt beim Foodtruck-Businessplan als eine Art Bewerbungsschreiben deines Trucks. Dies sollte wie auf dem Arbeitsmarkt üblich weder zu lang noch zu kurz sein. Du solltest dich auf ein bis maximal zwei Seiten überzeugend präsentieren können.

Was unterscheidet dich von anderen Foodtrucks?

Da du nun etwas mehr Raum im Vergleich zum Elevator Pitch hast: Beschreibe etwas ausführlicher, was dich von anderen Foodtrucks unterscheidet, die ein ähnliches Angebot bieten.

Bietest du beispielsweise Burger an, musst du klar aufzeigen können, warum man zu dir und nicht zu den zahlreichen anderen Foodtrucks gehen sollte, die auch Burger im Angebot haben. Bereits eine andere Art Brötchen kann den Unterschied ausmachen. Gerade bei Burgern gibt es jede Menge Variationsmöglichkeiten, die dich einzigartig machen können. Dabei muss natürlich die Qualität stimmen und du musst diesen Unterschied auch später am Truck kommunizieren.

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Experte Markus Wolf

Vom Le­bens­mit­tel­che­mi­ker zum Designer. Guter Ge­schmack ist ihm angeboren. „Slow food on fast wheels“ ist das Credo des Food­truck-Experten und In­no­va­ti­ons­ma­na­ger, mit dem er die Branche beschreibt.

Dann muss dir klar sein, ob du dein gewünschtes Produkt überhaupt in hoher Stückzahl im Foodtruck produzieren kannst. Überlege, wie viele Leute für den Truck arbeiten sollen. Wenn es gut läuft, kannst du auch aufstocken. Wenn du das Konzept Foodtruck erstmal ausprobieren möchtest, schau dir den Artikel zum Thema Lean-Foodtruck an.

Events, Catering und Mittagsgeschäft

Mach dir bereits Gedanken darüber, ob du denkst, nur mit Events gute Geschäfte fahren zu können oder ob es das regelmäßige und erfolgsversprechende Mittagsgeschäft die Basis für dein Unternehmen sein soll.

Wir haben dazu einen hilfreichen Artikel geschrieben, wie man sich die Unabhängigkeit von Events auch bei schlechtem Wetter bewahrt. Das regelmäßige, zuverlässige und gelungene Tagesgeschäft sollte deine Erfolgsbasis sein. Damit legst du den Grundstein für die Weiterentwicklung deines Foodtruck-Angebots und die faire Bezahlung deiner Mitarbeiter.

Food you will remember

Was machst du besonderes? Was bleibt den Kunden in Erinnerung?. Foto: © Daniel Bendl / Foodtrucks Deutschland

Überlege an dieser Stelle auch, ob du bereit und fähig bist, zusätzlich Foodtruck-Catering anzubieten. Und nicht zuletzt brauchst du einen Zeitplan: Wann möchtest du mit deinem Foodtruck auf den Straßen starten und dein leckeres Produkt anbieten.

Dein Produkt und die Saison-Herausforderung

Zugegeben: Gegessen wird immer. Aber nicht zu jeder Jahreszeit hat man Hunger auf einen Burger oder ein Eis. Du musst also mit deinem Produkt auf die jeweilige Jahreszeit reagieren. Hast du zum Beispiel Suppen im Angebot, sinkt die Nachfrage danach im Sommer erfahrungsgemäß. Magst du auch eine kalte Variante (Gazpacho etc.) anbieten, musst du einen Plan für die Zeit zwischen den Saisons haben. Eventuell übernimmst du Catering-Aufträge oder du überlegst dir, in dieser Zeit das Angebot zu wechseln. Deine Logistik und dein Truck müssen dann aber auf das andere Produkt ausgerichtet und die Wirtschaftlichkeit dieser Umstellung gegeben sein. Zudem musst du dich fragen, ob deine Produkt-Palette noch homogen ist, d.h. ob man nach außen wahrnimmt, für welches Produkt du überhaupt stehst.

Hast du ein eher saison-unabhängiges Gericht wie Burger, kannst du bei extremeren Temperaturen dein Produkt anpassen. Vielleicht zauberst du an heißen Sommertagen ein leichtes Sandwich, einen Wrap oder einen Salat. Und auch bei Eis-Foodtrucks hat man schon interessante Lösungen für die Saison-Frage gesehen: Man produziert im Winter einfach warme Gerichte wie Pfannkuchen und gibt das Eis, garniert mit heißen Früchten, als Beilage dazu.

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Zusammenfassung der wichtigsten Fragen

  • Wie sieht dein Foodtruck-Konzept aus?
  • Welches Gericht bietest du an?
  • Was macht dein Gericht besonders?
  • Was macht deinen Truck besonders?
  • Wie startest du und welche Ziele setzt du dir?
  • Worauf legst du deinen Schwerpunkt?
  • Setzt du von Beginn an auf das Tagesgeschäft?
  • Beginnst du nur mit Events und Catering?
  • Welcher Schwerpunkt passt am besten zu deinem Produkt?
  • Gibt es für dein Produkt eine Saison?
  • Wenn ja, wie überbrückst du die Pause dazwischen?
  • Wenn nein, wie reagierst du auf die Jahreszeiten?

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